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Samstag, 19 Mai 2012

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Was Ist Brasilian Jiu Jitsu?  

Das Brasilianische Jiu Jitsu ist die südamerikanische Variante des traditionellen, japanischen Jiu Jitsu und wurde von den Brüdern Carlos und Helio Gracie entwickelt. Carlos Gracie lernte das Jiu Jitsu von Mitsuo Maeda, einem Schüler von Jigoro Kano und gab es an seinen jüngeren Bruder Helio weiter. Helio war körperlich eher schmächtig und konnte viele der traditionellen Jiu Jitsu Techniken nicht anwenden. Aus diesem Grund veränderte er die Mechanik und Hebelwirkung vieler Techniken und machte sie somit effektiver und auch für körperlich schwächere Personen anwendbar. Helio und Carlos unterrichteten ihre Kinder im Jiu Jitsu und so erschufen sie die nächste Generation von Kämpfern und Lehrern, die das Brazilian Jiu Jitsu weiter verbreiteten und die Effizienz des Stiles in vielen Vale Tudo Herausforderungskämpfen immer wieder bewiesen.

(Quelle: http://de.wikipedia.org)    


Herkunft und Entwicklung des "Brasilianischen Jiu-Jitsu"  Flying_Armbar

Der Schotte George Gracie wanderte 1801 nach Brasilien aus. 1914 begegnete der Chef der Japanischen Auswanderungsbehörde Esai Maeda, besser bekannt als Count Koma, dem Ur-Enkel Georges Gastao, einem brasilianischen Lehrer und Politiker. Gastao und Maeda wurden Freunde. Der Japaner war ein bekannter, ungeschlagener japanischer Jiu-Jitsu-Champion. Er unterrichtete Gastaos ältesten Sohn Carlos in seinem Stil. Die Brasilianische Richtung des Jiu-Jitsu begann, sich zu entwickeln. Carlos lehrte das Jiu-Jitsu seinen vier Brüdern, 1925 eröffneten sie in Rio de Janeiro die erste Akademie für brasilianisches Jiu-Jitsu.Von den fünf Brüdern betrieben alle Jiu-Jitsu; aber nur der Älteste, Carlos, und der Jüngste, Helio, entwickelten den Stil maßgeblich weiter und vermittelten ihre Fertigkeiten an ihre Nachkommen. Trotz seines geringen Körpergewichts von rund 63 Kilo war der jüngste der Brüder, Helio, der eifrigste Schüler in der neuen Kampfform. Helio entwickelte neue Techniken mit dem Ziel ein unschlagbares Selbstverteidigungssystem zu entwickeln: Das Gracie-Jiu-Jitsu war geboren !!! Seit 70 Jahren widmen sich die Gracies der Weiterentwicklung ihres ungeschlagenen Systems. Ihre Vielzahl hat es ihnen ermöglicht, den Stil weit über die Grenzen ihrer südamerikanischen Heimat hinauszutragen. Seit über 70 Jahren gibt es in Brasilien "Free-Fights", das sind Kämpfe ohne Regeln, die meistens in einem Box-Ring ausgetragen werden. Erst seit ein paar Jahren gibt es ähnliche Veranstaltungen in den USA, sie nennen sich UFC und bedeutet "Ultimate-Fighting-Championship". Die Kämpfe werden in einer umzäumten, octagonförmigen Kampffläche ausgetragen. Ein Kämpfer der Gracie Familie hat an den ersten drei Veranstaltungen teilgenommen und hat jedes Mal als ungeschlagener Sieger den "Käfig" verlassen. Gegner, die 20 oder 40 Kilo schwerer waren, hatten keine Chance. Er siegte durch das unschlagbare brasilianische Jiu-Jitsu-System.    


Heutige Wettkämpfe  

Nach den Siegeszügen bei den großen namhaften regellosen Wettkämpfen (UFC, Vale Tudo, etc.) und der kommerzielleVerbreitung des Familienstils, beginnen die Gracies ihrem Jiu-Jitsu-Stil eine Sportliche Dimension zu verleihen. Ihr großes Ziel ist, den brasilianischen Wettkampf als olympische Disziplin zu etablieren. Unter den Augen der Mitglieder des nationalen brasilianischen olympischen Komitees veranstalteten sie ihre erste Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro im Juli 1996.    


Kurze Erläuterung zum Regelwerk heutiger BJJ-Wettkämpfe  kyragracie

Die Komponenten wie Schlagen und Treten wurden herausgenommen um Verletzungen zu vermindern bzw. ganz zu verhindern. Die Wettkämpfe ähneln einem Judo-Wettkampf jedoch ist die Kampfart viel realitätsbezogener. Die Kampfdauer beträgt zwischen 5 und 10 Minuten, abhängig von der Gürtelfarbe. Es werden Punkte verteilt, jedoch wird nicht wie im Judo unterbrochen. Wie auch im Judo sind diese Kampfkomponenten enthalten: Würfe, Armhebel, Würgetechniken und als Übergang Haltetechniken. Zusätzlich erlaubt das Jiu-Jitsu alle Arten von Bein- und Fußhebel, Handgelenk- und Genickhebel.    


Luta Livre/Grappling

Das aus Brasilien stammende Luta Livre ist eine Bodenkampfsportart, die seit Mitte der 90er Jahre fest in der deutschen Kampfsportlandschaft verankert ist.Luta Livre zählt zusammen mit den teilweise sehr eng verwandten Stilen wie dem Brazilian Jiu-Jitsu, dem amerikanische Submission Wrestling, dem russischen Sambo, aber auch dem traditionellen Ringen und Judo zu den so genannten Grappling-Sportarten (engl.: to grapple = anpacken, ringen).

Beim Luta Livre werden Würfe, Gelenkhebel, Würgetechniken und Haltepositionen trainiert. Das Ziel ist es, den Partner alleine mit diesen ringerischen Mitteln zu kontrollieren und/oder zur Aufgabe zu bringen. Dem Sportler steht dabei eine Vielzahl an möglichen Aufgabetechniken (Submissons) zur Verfügung.  

Die speziellen Anforderungen an Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit machen Luta Livre zu einem umfassenden Ganzkörpertraining. Neben diesen körperlichen Attributen zeichnet sich der fortgeschrittene Kämpfer jedoch in erster Linie durch ein gutes Antizipationsvermögen und ein umfassendes Verständnis für Taktik und Timing aus. Der Kampf am Boden wird so zu einer Art Schachspiel, das derjenige Sportler für sich zu entscheiden vermag, der seinem Gegner im richtigen Augenblick einen Zug voraus ist.

Viele Sportler fasziniert bei Luta Livre gerade der Aspekt, dass man, ohne Schläge und Tritte auszuteilen, effektiv Kämpfe bestreiten kann. Trainings- sowie Wettkämpfe können auf diese Weise mit hoher Intensität geführt werden, ohne den Gegner bzw. Partner dem Risiko einer Verletzung auszusetzen.